Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
von Wolfside Hundetraining
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Wolfside Hundetraining, Inhaberin Larissa Daub, Breitenbacher Str. 369, 57074 Siegen (nachfolgend „Anbieterin“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“) über a) Dienstleistungen im Bereich Hundetraining, Hundecoaching und Verhaltensberatung sowie b) den Verkauf von Hundezubehör, Trainingsequipment und Bekleidung. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Leistungen
Die Anbieterin erbringt als mobile Hundetrainerin und Coach unter anderem folgende Leistungen:
- Einzeltraining beim Kunden zu Hause, im gewohnten Umfeld des Hundes oder an vereinbarten Trainingsorten
- Welpen- und Junghundetraining
- Verhaltensberatung und -therapie (z. B. bei Leinenaggression, Angst, Unsicherheit, Trennungsproblematik)
- Gruppentraining und Workshops
- Online-Beratung per Video-Call oder Telefon
Zusätzlich verkauft die Anbieterin ausgewähltes Hundezubehör, Trainingsequipment und Bekleidung (siehe Ziffer 11). Der genaue Leistungsumfang, die Anzahl der Termine sowie der Preis ergeben sich aus dem individuellen Angebot, der Buchungsbestätigung bzw. der Rechnung.
3. Vertragsschluss und Terminvereinbarung
Ein Vertrag über Trainingsleistungen kommt zustande durch die schriftliche oder mündliche Bestätigung eines Termins bzw. Angebots (z. B. per E-Mail, Telefon, Messenger oder Buchungstool) oder durch Zahlungseingang, sofern direkt eine Rechnung ohne vorheriges Angebot gestellt wurde. Ein Erstgespräch (Kennenlern- oder Anamnesetermin) dient der Einschätzung der Ausgangssituation und ist – sofern nicht anders angegeben – kostenpflichtig.
4. Preise, Zahlungsbedingungen und Anfahrt
Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Preise gemäß aktueller Preisliste, individuellem Angebot oder Rechnung. Alle Preise verstehen sich als Endpreise inklusive der jeweils gesetzlich geltenden Umsatzsteuer, die in der Rechnung gesondert ausgewiesen wird.
- Zahlungen erfolgen per Überweisung, Barzahlung vor Ort oder auf anderem vereinbarten Weg.
- Einzeltermine sind, sofern nicht anders vereinbart, spätestens vor Beginn der jeweiligen Trainingseinheit bzw. innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungsstellung fällig.
- Bei Trainingspaketen oder mehrteiligen Kursen kann eine Anzahlung von 50 % bei Buchung sowie die Restzahlung nach Abschluss vereinbart werden.
- Die Anfahrt ist innerhalb eines Radius von 15 km um den vereinbarten Ausgangspunkt kostenlos. Für die Strecke darüber hinaus wird ein Kilometergeld gemäß aktueller Preisliste berechnet. Der reguläre Einsatzradius beträgt bis zu 50 km; für Termine außerhalb dieses Radius ist eine individuelle Absprache erforderlich.
- Bei Zahlungsverzug ist die Anbieterin berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie eine Mahnpauschale zu berechnen.
- Verkaufte Gutscheine (für Training oder Waren) sind ab Ausstellungsdatum mindestens 3 Jahre gültig.
5. Terminabsage und Ausfall (Kunde)
Termine können vom Kunden kostenfrei bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin abgesagt oder verschoben werden.
- Bei Absage weniger als 24 Stunden vor Termin sowie bei Nichterscheinen („No-Show“) wird pauschal ein Ausfallhonorar in Höhe von 100 % des vereinbarten Preises fällig, da die Zeit reserviert wurde und anderweitig regelmäßig nicht mehr vergeben werden kann.
- Dem Kunden steht ausdrücklich der Nachweis offen, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist; in diesem Fall wird das Ausfallhonorar entsprechend reduziert oder entfällt.
- Krankheitsbedingte kurzfristige Absagen des Hundes werden nach Möglichkeit kulant behandelt; ein Rechtsanspruch auf Kulanz besteht nicht.
6. Absage durch die Anbieterin
Muss die Anbieterin einen Termin absagen (z. B. wegen Krankheit, höherer Gewalt oder ungeeigneter Witterung), wird ein Ersatztermin angeboten. Bereits gezahlte Beträge für den ausgefallenen Termin werden angerechnet oder auf Wunsch erstattet.
7. Pflichten und Mitwirkung des Hundehalters
Der Kunde als Halter des Hundes ist verpflichtet:
- wahrheitsgemäße Angaben zu Gesundheitszustand, Vorgeschichte, Verhaltensauffälligkeiten und ggf. Aggressionsverhalten des Hundes zu machen,
- für einen gültigen Impfschutz sowie eine ausreichende Kennzeichnung (z. B. Chip, Hundemarke) zu sorgen,
- ansteckende Erkrankungen des Hundes sowie eine bestehende Läufigkeit der Hündin vor dem Termin unverzüglich mitzuteilen; die Teilnahme am (Gruppen-)Training kann in diesen Fällen zum Schutz anderer Hunde ausgeschlossen werden,
- bei sogenannten Listenhunden die nach dem jeweiligen Landesrecht erforderlichen Nachweise sowie ggf. bestehende Anlein- und Maulkorbpflichten zu beachten,
- den Hund während des Trainings – sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart – an der Leine bzw. unter wirksamer Kontrolle zu halten,
- eine gültige Hundehalter-Haftpflichtversicherung zu unterhalten und dies auf Verlangen nachzuweisen.
Kommt der Kunde diesen Pflichten trotz Hinweis nicht nach, oder besteht eine akute Gefährdung von Personen oder Tieren, kann die Anbieterin das Training abbrechen; der vereinbarte Preis bleibt in diesem Fall fällig.
8. Haftung
Das Training von Hunden ist mit spezifischen Risiken verbunden (z. B. Verletzungen durch Kratzen, Beißen, Ziehen an der Leine, Stolpern). Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
- Für sonstige Schäden, insbesondere Sachschäden, haftet die Anbieterin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und dann begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden; bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung für einfache Sachschäden im Übrigen ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
- Für Schäden, die der Hund während des Trainings an Personen, Tieren oder Sachen verursacht, haftet grundsätzlich der Hundehalter im Rahmen seiner Hundehalterhaftpflicht; dies gilt auch für Schäden, die der Hund der Anbieterin selbst zufügt.
- Fachliche Empfehlungen zu Ausrüstung, Ernährung oder Erziehung erfolgen nach bestem Wissen der Anbieterin; für die konkrete Umsetzung durch den Kunden im Alltag kann keine Erfolgsgarantie übernommen werden (siehe auch Ziffer 9).
9. Kein Erfolgsversprechen
Trainingserfolge hängen von zahlreichen individuellen Faktoren ab (u. a. Konsequenz der Umsetzung durch den Halter, Wesen und Vorgeschichte des Hundes, äußere Umstände). Die Anbieterin schuldet daher eine fachgerechte Durchführung des Trainings nach bestem Wissen, jedoch keinen bestimmten Trainingserfolg oder eine bestimmte Verhaltensänderung des Hundes.
10. Witterung und Trainingsort
Ein Teil der Trainingseinheiten findet im Freien statt. Bei extremen Witterungsbedingungen kann der Termin kurzfristig verschoben oder in geeignete Räumlichkeiten verlegt werden. Ziffer 6 gilt entsprechend.
11. Verkauf von Hundezubehör, Equipment und Bekleidung
Neben den Trainingsleistungen verkauft die Anbieterin Hundezubehör (z. B. Leinen, Halsbänder, Spielzeug), Trainingsequipment sowie Bekleidung, sowohl direkt vor Ort während Terminen als auch auf Anfrage bzw. über einen etwaigen Online-Shop.
Vertragsschluss und Preise
Ein Kaufvertrag über Waren kommt durch verbindliche Bestellung des Kunden und Annahme durch die Anbieterin (z. B. Übergabe der Ware, Auftragsbestätigung oder Rechnungsstellung) zustande. Es gelten die zum Bestellzeitpunkt ausgewiesenen Preise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer, zzgl. eventueller Versandkosten.
Lieferung und Eigentumsvorbehalt
Die Übergabe erfolgt persönlich vor Ort oder per Versand. Bei Versand gehen Preisrisiko und Versandkosten aus der Angebotsangabe hervor. Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum der Anbieterin (Eigentumsvorbehalt).
Gewährleistung
Es gilt die gesetzliche Sachmängelhaftung (Gewährleistung) von 2 Jahren ab Übergabe der Ware. Bei berechtigten Mängeln hat der Kunde zunächst Anspruch auf Nacherfüllung (Reparatur oder Ersatzlieferung); weitergehende Rechte (Minderung, Rücktritt, Schadensersatz) richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.
Widerrufsrecht bei Warenkäufen
Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen bzw. im Fernabsatz geschlossenen Kaufverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Bei Käufen, die im Rahmen eines persönlichen Trainingstermins direkt vor Ort abgeschlossen und die Ware sofort mitgenommen wird, besteht regelmäßig kein Widerrufsrecht, da es sich nicht um einen Fernabsatzvertrag handelt. Die Rücksendekosten im Widerrufsfall trägt der Kunde; ausgenommen vom Widerruf sind versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, sowie eindeutig personalisierte Artikel. Nähere Informationen erhält der Kunde ggf. in einer gesonderten Widerrufsbelehrung.
12. Nutzungs- und Bildrechte
Während des Trainings können Foto- oder Videoaufnahmen entstehen. Aufnahmen des Hundes ohne erkennbare Personen darf die Anbieterin für eigene Referenz- und Marketingzwecke (z. B. Website, Social Media) nutzen, sofern der Kunde nicht vorab widerspricht.
- Aufnahmen, auf denen der Kunde oder andere Personen erkennbar sind, werden nur mit vorheriger, ausdrücklicher Einwilligung (Opt-in) veröffentlicht. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
13. Datenschutz und Vertraulichkeit
Personenbezogene Daten des Kunden werden ausschließlich zur Vertragsabwicklung sowie – bei ausdrücklicher Einwilligung – zu Informations- und Marketingzwecken verarbeitet und nicht an unbeteiligte Dritte weitergegeben. Näheres regelt die gesonderte, DSGVO-konforme Datenschutzerklärung der Anbieterin, die diese AGB ergänzt.
14. Erlaubnispflicht
Soweit die Tätigkeit der Anbieterin einer behördlichen Erlaubnis nach § 11 TierSchG unterliegt, wird eine entsprechende Erlaubnis beantragt bzw. eingeholt und auf Verlangen nachgewiesen, sobald sie vorliegt.
15. Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
16. Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Siegen.
- Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform.
Stand: Juli 2026